Kirchenkaffee 2019

Liebe Gemeindemitglieder, nach dem erfolgreichen Kirchenkaffee im Februar 2019 freut sich der Laienrat Ihnen heute die nächsten Termine für anstehende Kirchenkaffees im Jahr 2019 mitzuteilen. Wir starten jeweils mit einem Familiengottesdienst in unserer Gemeinde und treffen uns im Anschluss im Pfarrheim. Wir freuen uns bereits auf Ihren Besuch, eine rege Teilnahme, interessante Gespräche und gute Begegnungen. Herzliche Grüße Ihr Laienrat St. Gertrudis. 

Termine für unser Kirchenkaffee 2019:

07.07.2019

08.09.2019

06.10.2019 (Zusammen mit der Kolpingsfamilie zum Erntekranzaufhängen)

03.11.2019

Kirchenführung am 16.05.2019

Geschichte und Kunst um und in der St. Gertrudis Kirche Sümmern

Wer die Geschichte und Kunst um und in der St. Gertrudis Kirche näher kennenlernen wollte, hatte dazu am vergangenen Donnerstag, den 16. Mai 2019 Gelegenheit.

Zu dieser Führung durch den früheren Geschichtslehrer Franz-Josef Spiekermann und den Architekten und Kirchenhistoriker Dr. Norbert Aleweld hatten sich um 19.30 Uhr etwa 16 Teilnehmer bei der Kreuzigungsgruppe an der Nordseite der Kirchen eingefunden. Von hier aus waren nämlich die „Grundlagen“ der Kirche in „Augenschein zu nehmen“, die von dem Burgherren zu Sümmern gegründet wurde und für die er das Recht besaß, den jeweiligen Geistlichen („Rektor“) zu „erwählen“, zu „benennen“ und dem Pfarrer der Kirche in Menden zu „präsentieren“. Allerdings mußte er auch vom Generalvikariat in Köln, dem Sümmern bis 1821 kirchlich unterstand, „examiniert“ und „bestätigt“ werden. Dazu gibt eine Urkunde von 1380 erstmals Zeugnis, nach welcher der damalige Burgherr dem Kaplan zu Sümmern 7 Morgen Land zu dessen Unterhalt schenkte.

Diese Kapelle zu Sümmern wurde dann auf die Bitte des Burgherrn Xerxes Dietrich von Westrem sowie des damaligen Geistlichen Petrus Becker zu Sümmern hin am 25. März 2028 durch den Generalvikar Johannes Gelenius zur Pfarrkirche erhoben.

Dieser nunmehrige Pfarrer stattete auf eigene Kosten nicht nur die Kirche mit einem Turm, Altar, Kanzel und Skristei aus, sondern sorgte auch für einen Kirchhof (bis dahin mußten die sümmerner Verstorbenen bei der Pfarrkirche in Menden begraben werden), und gründete zudem (1637) eine Schule in Sümmern, für die er von dem Burgherren ein Haus kaufte.

Nach einem Gang über den alten Friedhof (bis 1858), vorbei an dem 1935 eingeweihten Gefallenenehrenmal, ging es dann in die nach dem Zerfall der alten Kirche 1832 als klassizistisch erbauten neuen Kirche.

Hier erinnert am Eingang der dort eingemauerte schöne Grabstein des ersten Patrons der Kirche Xerxes D. von Westrem und seiner Ehefau, daran, dass zum Leben auch das Sterben gehört.

Beim Gehen durch die Kirche erklärte Dr. Aleweld sodann die meisterhafte Baukunst der Architekten der 1895 um ein Querschiff und einen Rundchor erweiterten und eingewölbten Kirche, deren früherer Dachstuhl dabei erhalten werden musste.

Des weiteren deutete Herr Aleweld die Symbolik des von dem Hennener Künstler Herbert Lorenz geschaffenen Bronzekreuzes über dem Altar und den bildlichen Inhalt der schönen Kirchenfenster, die bis auf das Scheitelfenster und die Rundfenster des Chorraums von dem Kölner Künstler Willy Lang geschaffen wurden und zum Teil in einer besonderen Beziehung zu der früher fast rein von der Landwirtschaft bestimmten Bevölkerung des Dorfes stehen.

Großes Interesse der Teilnehmer fanden dann vor allem das Reliquiengefäß mit einem Knochenstück der hl. Gertrud im linken Chorabschnitt sowie der in den Altar eingelassene Reliquienbehälter, aber auch ein altes Bild im Chorraum, das den ersten Pfarrer der Gemeinde mit seinen Taten vor dem Bild des Gekreuzigten darstellt.

Noch manche andere Kunstwerke der Kirche betrachtete die Gruppe z. T. in eigener Erkundung, bevor die Führung gegen 21.00 zuende ging.

Am Donnerstag, den 13. Juni soll um 19.30 eine entsprechende Führung durch die evangelische Kreuzkirche in Sümmern folgen.

Sümmern, den 21.06.19

F.-J. Spiekermann