Neue Regeln zum Gottesdienstbesuch

Sehr geehrte Gottesdienstbesucher,

trotz  umfangreicher Maßnahmen und weitereichender Appelle konnten die  Infketionszahlen im Kreis nicht reduziert werden. Wir haben bereits in  den Sommerferien eine Plakataktion gestartet. Das Plakat hat sich  inzwischen selbst überholt; Eigeninitiative konnte die Ausbreitung nicht  stoppen.

Inzwischen kennen viele von uns Infizierte, auch  jüngere Menschen, mit zum Teil schweren Krankheitsverläufen. Es ist  nicht unbedingt die Mortalität dieser Krankheit die uns allen Sorge  bereitet. Es sind der massive Ausfall an Arbeitnehmern, die Überlastung  des Gesundheitssystems und noch immer nicht genau untersuchte  Langzeitfolgen.

Noch immer kann jeder von uns verhindern, dass  sich diese Krankheit ausbreitet. Die grundlegenden Regeln sind einfach. Halten Sie Abstand, tragen Sie eine Schutzmaske und waschen Sie sich regelmäßig die Hände. Mit diesen Regeln kann man nicht wie früher Geburtstag feiern und man kann auch nicht gesellig zusammen im  Partykeller sitzen. Es ist auch nicht möglich auf diese Art Fußball oder  Basketball zu spielen (außer man ist ein schlechter Fußball- /  Basketballspieler). Auch wenn wir uns scheinbar gesund fühlen, wir können es nie zu 100% wissen. Von jedem Einzelnen wird in dieser Zeit großer Altruismus abverlangt. Das mag schwer sein, aber es ist möglich und es bedarf dazu eigentlich auch keine politischen Anordnungen sondern lediglich gesunden Menschenverstand.

Was bedeuten die jüngsten Entwicklungen für den Gottesdienstbesuch?

Die bisher fakultative Maskenpflicht in der Kirchenbank ist nun obligatorisch.

Die  Kirchen werden zur Vermeidung unnötiger Luftbewegungen weniger stark beheizt und regelmäßig vor und nach den Gottesdiensten gelüftet.

Die Maskenpflicht gilt auch vor der Kirche und im Eingangsbereich.

Die  Abstandsregeln müssen an dieser Stelle noch einmal unterstrichen  werden. Sie gelten unverändert und sind einzuhalten. Gesperrte  Kirchenbänke dürfen nicht benutzt werden. Im Zweifel sind Sie es selbst,  die entscheiden müssen, ob der Abstand ausreichend ist. Ein Meter mehr  Abstand kann aber niemandem Schaden zufügen.

Als Anlage finden Sie die neuen Regeln zum Beheizen und Lüften der Kirche.

Bleiben Sie gesund! Halten Sie sich an die Regeln. Nur dann können auch weiterhin Heilige Messen gefeiert werden.

Zusammenfassung der Meldungen vom 16.03.2020

Die Fallzahlen steigen nun auch in Süditalien. Einige Gemeinden stehen bereits unter voller Quarantäne. Insgesamt 21157 bestätigte Fälle.

Deutschland: 4838 laborbestätige Fälle. +1043 mehr als am Vortag.
12 Todesfälle seit dem 09.03. Quelle: RKI Pressekonferenz vom 16.03.

Die Bundesregierung und die Bundesländer haben sich auf eine weitgehende Schliessung von Geschäften in Deutschland geeinigt. Geschlossen werden sollen Bars, Clubs, Diskotheken sowie Kneipen, Theater, Opern, Konzerthäuser und Museen ebenso wie Messen, Ausstellungen, Kinos sowie Freizeit- und Tierparks, ausserdem Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen sowie Bordelle. Auch der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spassbädern, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen sollen geschlossen werden. Auch Spielplätze sollen gesperrt werden. Ausserdem sollen Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen verboten werden. Dies gilt auch für Volkshochschulen, Musikschulen und sämtliche Bildungseinrichtungen sowie für religiöse Zusammenkünfte. Ausdrücklich nicht geschlossen werden sollen Supermärkte, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen – aber auch Poststellen, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte oder der Grosshandel. Damit soll die Versorgung der Bevölkerung sichergestellt werden, hiess es in einer Erklärung am Montag (16. 3.) in Berlin.“ Quelle: https://www.nzz.ch/international/coronavirus-in-deutschland-die-neusten-entwicklungen-nzz-ld.1543011#subtitle-die-neusten-entwicklungen-second

Zusammenfassung der Meldungen vom 15.03.2020

In Deutschland sind 3795 Personen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Acht Personen sind bisher daran gestorben (Stand 14. 3.). Am Vortag waren es noch 733 weniger. Die meisten Fälle, nämlich 1154, meldete Nordrhein-Westfalen. Aus Bayern wurden 681 Infektionen gemeldet, aus Baden-Württemberg 569.

In Italien arbeitet das Krankenhauspersonal derzeit am Limit. Bei den über Siebzigjährigen wird zum Teil auf eine Behandlung verzichtet. Die Wissenschaftszeitschrift „Lancet“ rechnet mit 30.000 neu Infizierten in den kommenden Wochen und schätzt den Bedarf an Intensivbetten auf 4000.

Die Feiern mit Papst Franziskus um die Kar- und Ostertage in diesem Jahr werden ohne Besucher stattfinden.

Neuer Jugendraum in St. Gertrudis Sümmern

Am 01.03.2020 wurde der neugestaltete Jugendraum im Pfarrheim der Kath. Kirchengemeinde St. Gertrudis Sümmern eingeweiht.

Im Anschluss daran fand wieder ein Kirchenkaffee mit über 60 Besuchern statt. Die Gemeinde startet mit zwei neuen Kinder- und Jugendgruppen in die Zukunft und der Raum wurde bei der Eröffnung bereits von zahlreichen Kindern und Jugendlichen bestaunt. Eingerichtet wurde der Raum von den Messdienern Tim Surowka, Finn Keune und Christian Weinert.

Maria Lichtmess

Am 2. Februar gab es in der St. Gertrudiskirche in einem Familiengottesdienst zu Maria Lichtmess die Kerzensegnung mit festlicher Lichterprozession. Pfarrer Janus Plewnia und Diakon Wolfgang Vieler nahmen acht neue Messdiener in ihren Dienst auf.

In der anschließenden Jahreshauptversammlung der kfd St. Gertrudis wurde nach einem stärkenden Imbiss u. a. das Jahresprogramm vorgestellt. Besonders beeindruckten die Ehrungen der treuen Mitglieder, drei Frauen wurden für 60 und 70 Jahre Zugehörigkeit geehrt.

52 Sternsinger sammelten für Flüchtlingskinder im Libanon

Am vergangenen Sonntag wurden 52 Sternsinger im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in die Gemeinde entsendet. Unter dem Leitwort „Frieden! Im Libanon und weltweit“ sammelten die Sternsinger für Flüchtlingskinder (u.a. aus Syrien), die in den Libanon fliehen mussten.

In St. Aloysius und Hlgst. Dreifaltigkeit sammelten 18 Kinder 3539,25 €. In St. Josef wurden durch 26 Sternsinger 2334,30€ gesammelt. Die 52 Sternsinger aus Sümmern sammelten 6671,06€ und die 32 Sternsinger aus St. Hedwig 3200€. In Hennen waren die Gemeindemitglieder zu einem Segen in der Kirche eingeladen; es wurden 1400€ gesammelt.

Weiterer Informationen zur Sternsingeraktion 2020 finden Sie im beigefügten PDF.

50 Jahre Caritas St. Gertrudis Sümmern

Am Sonntag den 22.09.2019 feierte die Pfarr-Caritas Sümmern ihr 50 jähriges Bestehen mit einer Festmesse um 9.30 Uhr in der St. Gertrudis Kirche. Im Anschluss trafen sich die Mitglieder und Helferinnen im Pfarrheim zu einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Speisen.

Zur Feier des Bestehens wurde auch eine Festschrift herausgegeben. Diese ist z.B. bei der derzeitigen Vorsitzenden Theresia Sperka erhältlich. Weitere Informationen erhalten Sie über das Pfarrbüro Sümmern: gertrudis@pviserlohn.de.

Kfd Reise in die Pfalz

Erfüllt von schönen Erlebnissen sind 52 Frauen der kfd St. Gertrudis aus der Pfalz zurückgekehrt.

An vier Tagen besuchten sie die „deutsche Toskana“  bei zeitweise hochsommerlichen  36 Grad, was für die Pfälzer allerdings nur ein „laues  Frühlingslüftchen“ ist.  Es wurden Freinsheim mit der gut erhaltenen Altstadt und die Kaiserstadt Speyer mit Dom besichtigt. Eine Ganztagestour entlang der Weinstraße mit den vielen idyllischen Ortschaften, Schlössern und Burgen zeigte die vielfältigen Facetten des Pfälzer Charmes. Ein Juwel auch das  Schloss Schwetzingen, der Sommerresidenz des Pfälzer Kurfürsten mit den Räumlichkeiten und dem malerischen Schlossgarten.

In der Niebelungenstadt Worms nahmen die Frauen im Dom St. Peter am Gottesdienst teil  und bekamen anschließend auch wieder bei einer Führung durch Worms Einblicke in die Geschichte dieser Stadt.

Die Zeit verging wie im Fluge, und schon ist wieder eine gut organisierte Fahrt in fröhlicher Gemeinschaft Geschichte.

Kirchenführung am 16.05.2019

Geschichte und Kunst um und in der St. Gertrudis Kirche Sümmern

Wer die Geschichte und Kunst um und in der St. Gertrudis Kirche näher kennenlernen wollte, hatte dazu am vergangenen Donnerstag, den 16. Mai 2019 Gelegenheit.

Zu dieser Führung durch den früheren Geschichtslehrer Franz-Josef Spiekermann und den Architekten und Kirchenhistoriker Dr. Norbert Aleweld hatten sich um 19.30 Uhr etwa 16 Teilnehmer bei der Kreuzigungsgruppe an der Nordseite der Kirchen eingefunden. Von hier aus waren nämlich die „Grundlagen“ der Kirche in „Augenschein zu nehmen“, die von dem Burgherren zu Sümmern gegründet wurde und für die er das Recht besaß, den jeweiligen Geistlichen („Rektor“) zu „erwählen“, zu „benennen“ und dem Pfarrer der Kirche in Menden zu „präsentieren“. Allerdings mußte er auch vom Generalvikariat in Köln, dem Sümmern bis 1821 kirchlich unterstand, „examiniert“ und „bestätigt“ werden. Dazu gibt eine Urkunde von 1380 erstmals Zeugnis, nach welcher der damalige Burgherr dem Kaplan zu Sümmern 7 Morgen Land zu dessen Unterhalt schenkte.

Diese Kapelle zu Sümmern wurde dann auf die Bitte des Burgherrn Xerxes Dietrich von Westrem sowie des damaligen Geistlichen Petrus Becker zu Sümmern hin am 25. März 2028 durch den Generalvikar Johannes Gelenius zur Pfarrkirche erhoben.

Dieser nunmehrige Pfarrer stattete auf eigene Kosten nicht nur die Kirche mit einem Turm, Altar, Kanzel und Skristei aus, sondern sorgte auch für einen Kirchhof (bis dahin mußten die sümmerner Verstorbenen bei der Pfarrkirche in Menden begraben werden), und gründete zudem (1637) eine Schule in Sümmern, für die er von dem Burgherren ein Haus kaufte.

Nach einem Gang über den alten Friedhof (bis 1858), vorbei an dem 1935 eingeweihten Gefallenenehrenmal, ging es dann in die nach dem Zerfall der alten Kirche 1832 als klassizistisch erbauten neuen Kirche.

Hier erinnert am Eingang der dort eingemauerte schöne Grabstein des ersten Patrons der Kirche Xerxes D. von Westrem und seiner Ehefau, daran, dass zum Leben auch das Sterben gehört.

Beim Gehen durch die Kirche erklärte Dr. Aleweld sodann die meisterhafte Baukunst der Architekten der 1895 um ein Querschiff und einen Rundchor erweiterten und eingewölbten Kirche, deren früherer Dachstuhl dabei erhalten werden musste.

Des weiteren deutete Herr Aleweld die Symbolik des von dem Hennener Künstler Herbert Lorenz geschaffenen Bronzekreuzes über dem Altar und den bildlichen Inhalt der schönen Kirchenfenster, die bis auf das Scheitelfenster und die Rundfenster des Chorraums von dem Kölner Künstler Willy Lang geschaffen wurden und zum Teil in einer besonderen Beziehung zu der früher fast rein von der Landwirtschaft bestimmten Bevölkerung des Dorfes stehen.

Großes Interesse der Teilnehmer fanden dann vor allem das Reliquiengefäß mit einem Knochenstück der hl. Gertrud im linken Chorabschnitt sowie der in den Altar eingelassene Reliquienbehälter, aber auch ein altes Bild im Chorraum, das den ersten Pfarrer der Gemeinde mit seinen Taten vor dem Bild des Gekreuzigten darstellt.

Noch manche andere Kunstwerke der Kirche betrachtete die Gruppe z. T. in eigener Erkundung, bevor die Führung gegen 21.00 zuende ging.

Am Donnerstag, den 13. Juni soll um 19.30 eine entsprechende Führung durch die evangelische Kreuzkirche in Sümmern folgen.

Sümmern, den 21.06.19

F.-J. Spiekermann